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Die wahren Gründe für das Südbahn-Aus
Investitionskostenermittlung mit Auszug aus dem Gutachten
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Ostseezeitung-Rostock 30.04.2014

MV-Bahnpolitik massiv in der Kritik

 

Aus für Südbahn, Warnemünde- und Usedom-Express: Politiker und Wirtschaft werfen der Landespolitik Kopflosigkeit vor. Die Ursachen sind hausgemacht.

Rostock. 2014 ist ein schwarzes Jahr für Bahnkunden in MV: Die traditionsreiche Südbahn zwischen Malchow und Parchim wird teilweise stillgelegt. Der Bund stellte den Usedom-Express ein, der bisher Berliner Urlauber an die Ostsee brachte, und auch den beliebten Warnemünde-Express will das Land dieses Jahr das letzte Mal fahren lassen.

Der Rostocker Grünen-Politiker Harald Terpe spricht von einer „katastrophalen Bahnpolitik“ des Landes. Selbst in den Reihen der rot-schwarzen Regierungskoalition knirscht es: Wolfgang Waldmüller, CDU-Landtags- und Kreistagsabgeordneter in Parchim, setzt sich im Kreistag Ludwigslust-Parchim zusammen mit der Linken für eine Klage gegen das von Christian Pegel (SPD) geführte Infrastrukturministerium ein. Ziel ist die Rettung der Südbahn. Der Kreistag der Mecklenburgischen Seenplatte verabschiedete bereits am Montag einen entsprechenden Beschluss. Die Industrie- und Handelskammer Rostock kritisiert den Wegfall des Warnemünde-Express und fordert stündliche Regionalbahnen zwischen Rostock und Berlin – die bislang nur im Zweistundentakt fahren.

Laut Fahrgastvereinigung ProBahn sind die aktuellen Probleme hausgemacht. Bei Ausschreibungen für Neuvergaben der Regionalbahnen zwischen Rostock, Stralsund und Berlin sowie bei der Rostocker S-Bahn habe sich das Infrastrukturministerium heftig verkalkuliert. Es fehlten jährlich zwölf Millionen Euro in der Kasse, die nun ohne jedes Konzept eingespart würden.

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